PAI ist besonders daran interessiert, Gemeinschaften zu ermöglichen, Armut und Krisen zu überwinden. Gemeinschaftsentwicklungsprojekte, institutionelle Entwicklungsprojekte, Nothilfe sowie Beratung und Bildung zur Förderung von Gemeinschaften sind neben der Anwaltschaft für die Betroffenen wichtige Instrumente in unserer Arbeit.
Für Massnahmen der Not- und Entwicklungshilfe haben wir 3 grosse Themenfelder in denen wir aktiv sind: Bildung & Einkommen, Gesundheit & Ernährung sowie Entwicklungsorientierte Nothilfe. Unsere konkreten Schwerpunkte und Ziele für ein bestimmtes Land und eine Region legen wir auf Grund der Situation vor Ort in einem regelmässig überprüften Strategiedokument fest.
Bildung & Einkommen:
Unser Ziel ist es, Zugang zu Bildung zu ermöglichen und zu verbessern. Mangelnde Bildung ist eine wichtige Ursache für Armut und mangelnde Entwicklungschancen. Dabei spielt die Verantwortung der lokalen Gemenschaft für Bildung eine herausragende Rolle. Grundschulbesuch, weiterführende Bildung und zielgerichtete Berufsausbildung sind die Schwerpunkte unserer Projekte im Bildungbereich.
Eng verbunden damit sind Maßnahmen, um Menschen durch ein nachhaltiges Einkommen einen Weg aus der Armut zu ermöglichen. Kleingewerbeförderung, Trainings- und Schulungsmaßnahmen, Minikredite, Infrastrukturförderung und Beratung sind hier die Schwerpunkte unserer Arbeit.
Gesundheit & Ernährung
Armut, Ernährung und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbundene Themen. Neben der Sicherung der medizinischen Versorgung für Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten, der Vorbeugung von Krankheiten, der Förderung der Basisgesundheitsversorgung, haben wir Schwerpunkte im Bereich der Mutter-und- Kind Versorgung, der nachhaltigen Notfallversorgung und der Verbesserung der Ernährung von Klein- und Schulkindern.
Entwicklungsorientierte Nothilfe
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, komplexe Notlagen und vor allem die Not der betroffenen Menschen in Katastrophen zu lindern. Krisen und Katastrophen hinterlassen oft Spuren die den Wiederaufbau und die nachhaltige Hilfe bei der Entwicklung notwendig machen. Durch unseren langfristigen Ansatz möchten wir Abhängigkeit & Almosen verhindern, und Menschen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben nach Krisen und Katastrophen wieder ermöglichen.
Um unsere Aufgaben auf Grundlage unserer Grundwerte erfüllen zu können, folgen wir bestimmten Handlungsrichtlinien wie zum Beispiel:
Als PAI sehen wir die Kultur einer Gemeinschaft als einen wichtigen Faktor für jegliche Aktivität und Kooperation an. Kulturelle Normen können einen positiven oder negativen Beitrag zur Entwicklung leisten. Wir verpflichten uns, ausreichend Zeit in lokalen Gemeinschaften zu verbringen, um die Grundlagen von Kultur und Sprache zu erlernen. Dies ermöglicht uns dann, auf Grundlage von erworbenen Kenntnissen, gemeinsam mit den Betroffenen, mit relevanten Mitteln und Methoden, relevante Projekte umzusetzen und entsprechend zu kommunizieren.
PAI legt besonderen Wert auf den kulturellen Aspekt ihrer Arbeit. Partnerschaft und effektive Hilfe in der Entwicklungszusammenarbeit gelingen dann, wenn wir einander verstehen. Daher hat neben Fachwissen auch die kulturelle Kompetenz unserer Mitarbeiter einen sehr hohen Stellenwert.
Kultur kann in verschiedener Weise verstanden werden. PAI verwendet die folgende Definition in ihren Unterlagen:
Kultur ist ein gemeinsames, erlerntes symbolisches System gemeinsamer Werte, Verhaltensweisen, Glaubensannahmen und Einstellungen, das die Wahrnehmung und das Verhalten gestaltet und beeinflusst.
Kultur ist nicht statisch, sondern ständigem Wandel unterworfen. Kultur kann negative und positive Auswirkungen auf das Handeln und Verhalten von Menschen haben. Das Wissen um kulturelle Normen und Werte spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe. Kulturelle Faktoren bestimmen oft den Erfolg oder Misserfolg der Entwicklungsbemühungen. Wissen und Verstehen einer bestimmten Kultur kann nur dann in die Gestaltung eines entsprechenden Projektes einfließen, wenn dies gemeinsam mit Projektpartnern und lokalen Gemeinschaften geschieht.
Partner Aid International glaubt, dass kulturelle Kompetenz einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit darstellt.
Alle Menschen haben das Recht, ihre eigenen Entscheidungen in ihrem eigenen Kontext zu treffen. Unser Respekt gegenüber allen Menschen motiviert uns, wo immer möglich zu helfen, dass Menschen Entscheidungen für sich auf der Grundlage verbesserter Kapazitäten und Bildung treffen können. Um diesen Prozess zum Erfolg zu führen, müssen die, denen wir helfen möchten, diesen Prozess selber fordern, mitgestalten und besitzen.
Wenn wir mit anderen zusammenarbeiten, erkennen wir oft, dass das, was wir gemeinsam produzieren können, viel besser ist als das, was wir alleine erreichen können. Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt unserer ganzen Arbeit mit lokalen Gemeinschaften; vom Ideenaustausch bis zu Problemlösungen. PAI achtet die Wichtigkeit aller an den Projekten beteiligten Partner in jeder Phase des Projektes, um ein umsetzbares und relevantes Ergebnis zur erzielen. Wir kooperieren mit lokalen und nationalen Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und anderen lokalen, nationalen und internationalen Organisationen, um größere Wirkung und Nachhaltigkeit unserer Projekte zu erzielen.
PAI hat den Katastrophenhilfe-Kodex der Internationalen Föderation der Roten Kreuz und Roten Halbmond Gesellschaften und Nichtregierungsorganisationen unterzeichnet.
PAI erlaubt sich keine Einmischung in die internen Angelegenheiten von Staaten, Regierungen und Parteien der Länder, in denen PAI arbeitet, und erwartet alle Freiheiten, um international anerkannte humanitäre Prinzipien und Standards - besonders im Hinblick auf den Zugang zu Opfern, medizinischer Ethik, Integrität, Vertraulichkeit und Neutralität - einhalten zu können. Darum strebt PAI die Einhaltung der minimalen Standards für Humanitäre Hilfe im Rahmen des internationalen SPHERE-Project an.
PAI wird von den Prinzipien des PEOPLE IN AID Kodex geleitet.
PAI Mitarbeiter akzeptieren die Risiken und Schwierigkeiten ihrer Mission vor Ihrem Einsatz und werden keine Kompensationsansprüche für sich oder Ihre Angehörigen stellen. PAI wird nicht mit Personen oder Organisationen verhandeln oder ihnen Lösegeld bezahlen, die PAI Mitarbeiter bedrohen oder entführen. PAI wird von seiner Seite aus alle nationalen und internationalen Möglichkeiten und Kooperationen nutzen, um seine Mitarbeiter zu unterstützen, ihnen zu helfen und sie zu retten.
Partner Aid International verlangt, dass ihr Personal keine finanziellen oder sonstigen Vorteile akzeptiert, die ihr Handeln auf dem Feld beeinflussen könnten.
08.07.2010 - Zusammen gegen Armut - Kulturen Achten - Zukunft geben [mehr]
18.06.2010 - PAI unterstützt den Brief der International Crisis Group und Human Rights Watch an den UN Sicherheitsrat im vollen Umfang [mehr]
16.06.2010 - Nothilfemassnahmen laufen an für Südkirgistan
[mehr]
24.03.2010 - Bald hier wieder Neues von PAI! [mehr]
19.01.2009 - [mehr]