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Eine zweite Chance 

Projektnummer: 1152

Nach fast zehn Jahren Verwaltung durch die UNO rief der Kosovo 2008 im Alleingang die Unabhängigkeit aus. Inzwischen haben fast alle europäischen und auch viele andere Staaten den Kosovo als Staat anerkannt.


Trotzdem sehen viele Menschen im Kosovo keine Zukunft für ihr Leben und das ihrer Nachkommen. Die wirtschaftliche Lage im noch jungen Staat ist katastrophal. Dies fördert wiederum dunkle Geschäfte wie Drogen- Waffen- und Menschenhandel. Der Kosovo gilt als internationaler Umschlagplatz von Drogen. Der Drogenkonsum ist daher auch im eigenen Land drastisch angestiegen. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Mit STREHA, dem bisher einzigen und ersten Drogenrehabilitations-Zentrum im Kosovo, möchten wir ein Zeichen setzen.

 

Wie ist der Verein STREHA entstanden?

1999 begann PartnerAid die Arbeit als humanitäre Hilfsorganisation unter Albanern im Kosovo und engagierte sich vor allem im Wiederaufbau von Häusern. Die ungelösten Probleme im Bereich Drogenentzug und die Kontakte einer unserer Projektleiter führten dazu, dass Kosovaren für Kosovoraen den Verein STREHA (Zuflucht) gründen konnten, um drogenabhängigen Menschen ein Zuhause zu bieten. Im März 2009 hat STREHA mit der Unterstützung von PartnerAid in der Nähe der Stadt Gjilan ein Grundstück mit zwei Häusern gekauft, die in der Zwischenzeit renoviert worden sind. Ein drittes Haus befindet sich noch im Aufbau. Im Juni 2010 ist das Drogenrehabilitations-Zentrum STREHA offiziell eröffnet worden.  Mehrere drogenabhängige Personen sind bisher durch das Programm gegangen, von denen es bisher eine geschafft hat, clean zu bleiben und sich wieder in die Gesellschaft integrieren konnte.

Die ungelösten Probleme im Bereich Drogenentzug brachte einige Engagierte in der Region Prizren dazu den Verein STREHA (Zuflucht) zu gründen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, drogenabhängigen Menschen ein Zuhause zu bieten, und sie später drogenfrei in die Gesellschaft zu integrieren.


Wie sieht das Projekt aus?

STREHA ist eine Therapiestation in Form einer Lebensgemeinschaft. Das Therapieprogramm ist auf eine Langzeitrehabilitation ausgerichtet. Der eigentliche Entzug findet vor der Aufnahme in einem lokalen Entzugszentrum statt. Die Therapiestation kann aus Kapazitätsgründen zunächst nicht mehr als drei Teilnehmer auf einmal betreuen.

Als Arbeitsbereich wird eine kleine Gemüsefarm aufgebaut. Durch Gemüseanbau soll der Eigenbedarf abgedeckt und durch den Verkauf von Überschüssen Einnahmen erzielt werden, die zum Unterhalt des Projektes dienen. Die betreuten Personen gehen so einer sinnvollen Arbeit nach, in welcher sie mit dem Verdienst des täglichen Brotes konfrontiert sein werden. Mit unserem neuen Traktor können wir gegen Bezahlung der Bauern Äcker der Umgebung bearbeiten.

Einheimische Mitarbeiter von STREHA sollen durch ein Team von Experten aus Deutschland und der Schweiz so geschult werden, dass diese den Betrieb des Zentrums unter eigener Verantwortung führen können.

  Bau Reha Zentrum

 

Was sind die nächsten konkreten Schritte die zur Verwirklichung des Projektes beitragen sollen?

Im neuen, mittleren Haus, welches im Bau ist, sind Werkstatt-, Schul- und Teamräume geplant, sowie je eine Wohnung für Kurzzeitler und eine Mitarbeiter-Familie. Es muss fertig gemauert, das Dach aufgeschlagen, die sanitären Anlagen und der Strom verlegt und die Heizung eingebaut werden.

 

Fachliche Begleitung.

Eine Arbeit mit suchtkranken Menschen ist sehr vielschichtig und komplex. Als Mitarbeiter stehen dafür eine Krankenschwester aus Deutschland, sowie aus der Schweiz ein Mitarbeiter für Drogenrehabilitation / Arbeitstherapie (Landwirtschaft) sowie ab dem Jahr 2011 zwei Sozialpädagogen zur Verfügung. Das Projekt wird zudem fachlich vom Geschäftsführer des Therapiezentrums Stiftung Best Hope (http://www.besthope.ch), Peter Dänzer, aus der Schweiz begleitet.

 

geschrieben von Martin Gurtner am 19.08.2011 um 10:47 Uhr.
 

Gjian - Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige - Projekte (Druckansicht)