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PAI unterbricht Gesundheitsversorung in der Gegend um Khazan Tundjur

Auf Grund der jüngsten Auseinandersetzungen im Nord Darfur hat das Programmbüro von Partner Aid International (PAI) im Sudan seine Aktivitäten in der Gegend um Khazan Tundjur (südwestlich von Al Fashir) vorübergehend eingestellt. Die Einstellung der Hilfeleistungen lässt ungefähr 20.000 Menschen ohne jegliche medizinische Versorgung.

Am 15. September 2008 hat PAI zuverlässige Augenzeugenberichte erhalten, dass seine Klinik angezündet wurde, nachdem 4 umliegende Dörfer durch Brandstiftung einer bewaffneten Gruppe dem Erdboden gleichgemacht wurden. Dies ist eine klare Missachtung der Unversehrtheit von Humanitären Organisation. Die Berichte wurden in der internationalen Presse veröffentlicht.

Nachdem wir weitere Informationen aus dem Konfliktgebiet erhalten haben, ist nun klar, dass unsere Klinik stark beschädigt wurde und nicht, wie zuvor berichtet,  komplett zerstört wurde. Zwei lokale Mitarbeiter, die von den bewaffneten Gruppen festgehalten wurden, wurden wieder freigelassen.

Im Blick auf die anhaltenden Auseinandersetzungen in der Region appelliert PAI an alle Akteure, die Neutralität der Humanitären Helfer und ihrer Ausrüstung zu respektieren. Darüberhinaus muss humanitären Organisationen sicheres Geleit bei der Versorgung von Verwundeten und Flüchtlingen der jüngsten Auseinandersetzungen garantiert werden.

PAI ist seit 2005 im Nord-Dafur mit der Umsetzung von humanitären Hilfsmassnahmen in der Gesundheitsversorgung, Gesundheitsbildung, Ernährung und Bildung aktiv. PAI hat im Mai 2008 die Gesundheitsarbeit in der Gegend um Khazan Tunger wieder aufgenommen. In anderen Gebieten von Nord-Darfur führt PAI humanitäre Programme im AL-Salaam Flüchtlingslager, in Dar el Salam sowie in Ost Jebel Mara durch.
geschrieben von Isaac Williams / Jochen Schmidt am 17.09.2008 um 13:43 Uhr.
 

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